Marketerie

Marketerie, im Gegensatz zur Intarsie wird bei der Marketerie das Muster nicht durch Ausheben von Vertiefungen und deren Ausfüllen mit andersfarbigen Hölzern und Materialien erzielt, sondern durch das Zusammenfügen einzelner Furnierstücke auf dem Blindholz zu dem gewünschten Bild oder Ornament. Die Verbreitung setzt ein nach der Erfindung einer Feinsäge durch den Augsburger Tischler Renner im 16. Jahrhundert und erreichte ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert durch die Verwendung exotischer Hölzer, wobei durch natürliche oder künstliche Färbung der einzelnen Furnierstücke unter Umständen ganze Bilder entstanden, zum Teil nach Entwürfen berühmter Maler. An die Stelle der Marketerie trat im Klassizismus weitgehend die Verwendung großer Furnierflächen, nur im Biedermeier wird diese Ziertechnik, aber nur in Form kleiner Friese, gelegentlich verwendet.


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